Rumänien

Transalpina

Transalpina (DN67C) · Drumul Regelui · Königsstraße

Rumäniens höchste Straße quert das Parâng-Gebirge von Novaci nach Sebeș.

Region
Oltenien (Kleine Walachei)
Kreis
Kreise Gorj, Vâlcea, Sibiu und Alba
Länge
148 km
Höchster Punkt
Urdele-Pass, 2.145 m (andere Angabe: 2.132 m)
Verlauf
Novaci – Sebeș
Gebirge
Parâng, Südkarpaten
Ausbau zur Königsstraße
1934–1939
Koordinaten
45,34° N · 23,68° O
DN67C - Transalpina (2)
Foto: Razvan Socol · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Die Transalpina, amtlich DN67C, führt über 148 Kilometer durch das Parâng-Gebirge in den Südkarpaten. Sie verbindet Novaci im Süden mit Sebeș im Norden und durchquert dabei vier Kreise. Ihr höchster Punkt liegt im Urdele-Pass auf 2.145 Metern; damit ist sie die höchste Straße des Landes. Auf einem rund 20 Kilometer langen Abschnitt im Kreis Vâlcea bleibt sie nahe an der 2.000-Meter-Marke und führt an Gipfeln wie Păpușa und Urdele vorbei.

Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet etwa „jenseits der Berge“, so hieß die Walachei in alten Texten. Weil die Straße so hoch liegt, ist sie im Winter gesperrt und nur etwa von Mitte Mai bis Mitte Oktober befahrbar, je nach Wetter. Wer sie fährt, passiert Almen, Schafherden und weite, baumlose Hochflächen.

Ein alter Hirtenpfad

Der Ursprung der Trasse ist unklar. Manche Quellen führen sie auf römische Legionen zurück, andere auf den Ausbau im Ersten Weltkrieg. Einer lokalen Legende nach beteiligte sich Ende des 18. Jahrhunderts jede Familie am Bau eines Abschnitts. Sicher ist, dass hier lange ein Hirtenweg verlief, die „Poteca Dracului“ (Teufelspfad), auf dem Schäfer aus dem Mărginimea Sibiului ihre Herden in die Walachei trieben. Schon 1731 schlugen die österreichischen Behörden eine Straße entlang dieser Route vor.

Königsstraße und Neubau

Unter König Carol II. wurde der Weg zwischen 1934 und 1939 als strategische Straße für Gebirgsartillerie hergerichtet und 1939 eingeweiht. Danach hieß er Drumul Regelui, Straße des Königs. Jahrzehnte später blieb er kaum gepflegt. Ab 2008/2009 wurde die Trasse zur modernen Straße ausgebaut; das Vorhaben wurde wegen seiner hohen Kosten und Korruptionsvorwürfen kritisiert. Für die Straße gelten Tempo- und Gewichtsbeschränkungen.

Sehenswert

  • Urdele-PassMit 2.145 Metern der höchste Punkt der Straße und Rumäniens höchste Passhöhe im Straßennetz.
  • Hochplateau im Kreis VâlceaRund 20 Kilometer verlaufen auf über 2.000 Metern, mit freiem Blick auf die Parâng-Gipfel.
  • SchafalmenDie Hochweiden werden bis heute von Hirten genutzt, deren Herden die Fahrbahn queren können.