Die Moldau, rumänisch Moldova, erstreckt sich vom Ostrand der Karpaten bis zum Fluss Prut. Der Prut bildet die Grenze zur Republik Moldau, die zum historischen Fürstentum gehörte und erst seit dem 19. und 20. Jahrhundert politisch abgetrennt ist. Die rumänische Moldau ist heute die bevölkerungsreichste und zugleich ärmere Landesregion. Wenn von der Moldau die Rede ist, muss man zwei Dinge unterscheiden: den rumänischen Landesteil, um den es hier geht, und die benachbarte Republik Moldau, die ein eigener Staat ist. Beide teilen Sprache und Geschichte, gehen aber seit 1991 politisch getrennte Wege.
Wichtige Orte sind Iași, Bacău, Galați, Piatra Neamț und Vaslui. Das Landschaftsbild bestimmen sanfte Hügel, Weinberge um Cotnari und Huși und die Berge der Ostkarpaten mit dem Ceahlău-Massiv. Schnee und scharfer Wind aus dem Osten machen den Winter härter als im Westen des Landes. Stärker als anderswo hat sich in der Moldau das dörfliche Leben erhalten. Viele Familien haben Verwandte im Ausland, Kirchen und Klöster sind gut besucht, und die Küche mit Mămăligă, Sarmale und Eingelegtem steht in dem Ruf, besonders traditionell zu sein.
Geschichte
Das Fürstentum Moldau entstand um die Mitte des 14. Jahrhunderts. Seine größte Zeit erlebte es unter Stephan dem Großen (1457–1504), der gegen Osmanen, Polen und Ungarn kämpfte und zahlreiche Kirchen stiftete. Danach geriet das Land unter osmanische Oberhoheit.
Hauptstadt war zuerst Suceava, ab dem 16. Jahrhundert Iași. 1859 einigten sich Moldau und Walachei auf einen gemeinsamen Fürsten. Während des Ersten Weltkriegs war Iași zeitweise Sitz von Regierung und König. 1940 gingen Teile der historischen Moldau an die Sowjetunion.
Landschaft und Kultur
Iași gilt als kulturelles Zentrum der Region mit Universität, Theater und Palatul Culturii. Im Norden liegen die Klöster der Neamț-Region, das Kloster Neamț gehört zu den ältesten und bedeutendsten des Landes.
Im Westen steigen die Ostkarpaten mit der Bicaz-Klamm, dem Ceahlău und dem See Lacul Roșu an. Im Osten fließt die Donau bei Galați, einem der großen Binnenhäfen Rumäniens. Zur Küche gehören Mămăligă, Fischgerichte und Weine aus Cotnari.




