Der rumänische Teil der Bukowina, auch Südbukowina genannt, liegt im Kreis Suceava am Nordostrand der Karpaten. Der Name bedeutet Buchenland. Nördlich der Grenze liegt die Nordbukowina mit Czernowitz, die zur Ukraine gehört. Beide Teile gehörten bis 1918 gemeinsam zu Österreich. Die Südbukowina entspricht weitgehend dem Kreis Suceava; die Menschen leben vor allem von Land- und Forstwirtschaft und zunehmend vom Tourismus. Pensionen auf Bauernhöfen sind verbreitet, die Straßen führen durch Täler und über sanfte Pässe wie den Mestecăniș.
Die Region ist waldreich und hügelig, mit Almen, Holzhäusern und Dörfern, in denen Ostereier kunstvoll bemalt werden. Hauptstadt ist Suceava, rund um Gura Humorului und Câmpulung Moldovenesc sind die Klöster zu finden, für die die Bukowina weltweit bekannt ist. Sprachlich und religiös ist die Region gemischt geblieben: Neben der rumänisch-orthodoxen Mehrheit gibt es eine ukrainische, eine polnische und eine kleine deutsche Gemeinschaft sowie ein bis heute spürbares Erbe der habsburgischen Verwaltung.
Geschichte
Die Bukowina war Teil des Fürstentums Moldau. 1775 fiel sie an die Habsburgermonarchie, die sie 1849 zum eigenen Kronland machte. In dieser Zeit lebten hier Rumänen, Ukrainer, Deutsche, Juden, Polen und Armenier zusammen. Czernowitz war ein Zentrum der deutschsprachigen Kultur, aus der etwa der Dichter Paul Celan hervorging.
Nach 1918 kam die gesamte Bukowina zu Rumänien, 1940 wurde der Norden von der Sowjetunion besetzt und blieb nach 1945 bei der Sowjetunion; heute gehört er zur Ukraine.
Landschaft und Kultur
Die Klöster Voroneț, Sucevița, Moldovița, Humor, Arbore und Pătrăuți sind außen mit Fresken des 15. und 16. Jahrhunderts bemalt und stehen auf der UNESCO-Welterbeliste. Voroneț fällt durch sein Blau und das Jüngste Gericht an der Westwand auf.
Die Bergwelt um Rarău und Giumalău lädt zu Wanderungen ein. Im Dorf Vama, im Moldovița-Tal und in Marginea bleiben Ostereierbemalung und schwarze Töpferei lebendig.






