Suceava liegt im Nordosten Rumäniens am Rand der Südbukowina und ist mit rund 84.300 Einwohnern die größte Stadt der Region. Sie ist Hauptstadt des gleichnamigen Kreises und Ausgangsort für die bemalten Klöster, die Weltruf haben.
Die Stadt selbst ist eher unscheinbar, trägt aber eine bedeutende Vergangenheit. Von 1388 bis 1566 war sie Residenz der moldauischen Fürsten und Hauptstadt des Fürstentums. Heute prägen Universität, Kirchen und die Ruine der Burg das Bild.
Geschichte
Suceava wurde im 14. Jahrhundert erstmals erwähnt und war von 1388 bis 1566 Hauptstadt des Fürstentums Moldau; ab 1401 war sie Sitz des moldauischen Metropoliten. Der Fürst Stefan der Große baute die Burg zur Festung aus und ließ zahlreiche Kirchen stiften.
Nach dem Umzug der Hauptstadt nach Iași verlor die Stadt an Bedeutung. Mit dem Anschluss der Bukowina an Österreich 1774/75 wurde Czernowitz das Zentrum der Region, und Suczawa blieb lange Provinzstadt. Seit November 1918 gehört die Stadt zu Rumänien; die Universität Suceava wurde 1990 gegründet.
Stadtbild
Die Burg Cetatea de Scaun liegt auf einem Hügel am Rand der Stadt und ist als Ruine erhalten. In der Innenstadt stehen die Mirăuți-Kirche, das Kloster Sankt Johannes der Neue mit den Reliquien des gleichnamigen Heiligen und das Museum der Bukowina.
Rund um die Stadt liegen Wälder und Hügel; in der Nähe befinden sich zahlreiche Dörfer mit Holzkirchen und Klöstern.
Sehenswert
- Burg SuceavaDie Ruine der Fürstenburg aus dem 15. Jahrhundert erinnert an die Rolle der Stadt als Hauptstadt der Moldau.
- Kloster Sankt Johannes der NeueDie Kirche beherbergt die Reliquien des Märtyrers und ist ein wichtiges Pilgerziel.
- Mirăuți-KircheDie Kirche entstand im Kern um 1400 und diente früher als Krönungskirche der moldauischen Fürsten.
- Museum der BukowinaEs ist das bedeutendste Museum der Stadt und zeigt Geschichte, Volkskunst und Trachten der Region.





