Rumänien ist ein sicheres Reiseland, in dem man mit Offenheit und etwas Vorbereitung gut vorankommt. Einige Dinge unterscheiden sich vom Alltag in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
Die Zeit ist Osteuropäische Zeit (MEZ plus eine Stunde), die Netzspannung 230 Volt, es gelten Steckdosen wie in Deutschland.
Geld
Die Währung ist der Leu (Mehrzahl lei), gekürzt RON. Ein Leu besteht aus 100 Bani. Der Euro ist kein gesetzliches Zahlungsmittel, Rumänien gehört nicht zur Eurozone.
In Städten, Hotels, Geschäften und Restaurants ist Kartenzahlung üblich. Auf dem Land, auf Märkten und in kleinen Pensionen braucht man Bargeld. Geldautomaten gibt es in allen Städten. Trinkgeld im Restaurant ist üblich.
Wechselstuben und Banken tauschen Geld, Karten werden in Läden und Tankstellen fast überall akzeptiert. Beim Abheben im Ausland lohnt der Blick auf die Gebühren der Hausbank.
Feiertage und Bräuche
Gesetzliche Feiertage sind unter anderem der 1. und 2. Januar, der 24. Januar (Vereinigung der Fürstentümer), der 1. Mai, der 1. Juni (Kindertag), der 15. August (Mariä Himmelfahrt), der 30. November (Andreasfest) und der 1. Dezember (Nationalfeiertag), außerdem Weihnachten und Ostern. Ostern wird nach orthodoxem Kalender gefeiert und fällt oft nicht auf den westlichen Termin.
Zu Ostern färbt man Eier rot, backt Pască und besucht die nächtliche Auferstehungsfeier. Zu Silvester ziehen in der Moldau Gruppen mit Bärenmasken von Haus zu Haus. Am 1. März verschenkt man Mărțișor, kleine Glücksbringer mit rot-weißer Schnur.
Sicherheit und Verhalten
Gewalt gegen Touristen ist selten. In Bukarest und in Bahnhöfen gelten die üblichen Hinweise zu Taschendiebstahl. Taxis ruft man am besten per App oder Telefon, am Flughafen nur an offiziellen Ständen. Im Straßenverkehr wird zügig und dicht gefahren.
In Klöstern und Kirchen sind bedeckte Schultern und Knie angebracht, Frauen tragen mancherorts ein Kopftuch. Fotografieren ist teils nur außen oder gegen Erlaubnis gestattet. In Dörfern ist man Gästen gegenüber offen und gastfreundlich; ein Gruß beim Vorbeigehen ist üblich.
Bären in den Karpaten
In den Karpaten lebt eine der größten Braunbärenpopulationen Europas. Sie sind scheu, doch Begegnungen kommen vor, in Ortsrandlagen wie bei Brașov, Predeal und Sinaia manchmal sogar an Mülltonnen.
Wer wandert, macht sich bemerkbar, wandert nicht in der Dämmerung allein und verstaut Essen sicher. Bären werden nie gefüttert oder zum Foto gelockt. Trifft man auf ein Tier, geht man ruhig zurück und rennt nicht davon. Die Nationalparks informieren über aktuelle Hinweise.