Rumänien

Dobrudscha

Dobrogea

Land zwischen Donau und Schwarzem Meer mit Delta, Küste und antiken Städten.

Größte Stadt
Constanța
Weitere Städte
Tulcea, Mangalia, Medgidia, Cernavodă
Landschaft
Donaudelta, Măcin-Berge, Schwarzmeerküste
Welterbe
Donaudelta (1991)
Cetatea Enisala, Comuna Sarichioi
Foto: CrisNYCa · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Die Dobrudscha, rumänisch Dobrogea, liegt im Südosten Rumäniens zwischen der Donau und dem Schwarzen Meer. Ihr Süden gehört zu Bulgarien. Im Norden schließt sich das Donaudelta an, das größte erhaltene Flussdelta Europas und UNESCO-Welterbe. Die Region ist eine der am dünnsten besiedelten Gebiete des Landes. Der Name wird meist auf den bulgarischen Herrscher Dobrotitsa aus dem 14. Jahrhundert zurückgeführt.

Die Landschaft ist trocken und windig, mit sanften Hügeln, Steppenresten, Weinbergen und Küstenlagunen. Mit den Măcin-Bergen besitzt sie die ältesten Gebirge des Landes. Wichtigste Städte sind Constanța am Schwarzen Meer, der größte Hafen Rumäniens, und Tulcea, das Tor zum Delta. Im Sommer ist sie das Hauptziel für Strandurlauber, im Frühling und Herbst für Vogelbeobachter und Naturliebhaber. Die Mischung aus Meer, Delta, Steppe und römischen Ruinen macht ihre Eigenart aus.

Geschichte

Griechische Kolonisten gründeten ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. Städte wie Histria und Tomis, das heutige Constanța. Der römische Dichter Ovid wurde um das Jahr 8 n. Chr. nach Tomis verbannt. In Adamclisi erinnert das Siegesdenkmal Tropaeum Traiani an die Dakerkriege Trajans.

Bis 1878 war die Dobrudscha Teil des Osmanischen Reiches und kam dann nach dem Berliner Kongress an Rumänien; der Süden kam 1913 hinzu, ging 1940 aber wieder an Bulgarien. Türken, Tataren, Bulgaren, Russen, Griechen und Rumänen lebten hier nebeneinander, Moscheen und Kirchen stehen dicht beieinander.

Landschaft und Kultur

An der Küste liegen Seebäder wie Mamaia, Eforie und Mangalia. Constanța verbindet die Altstadt mit dem Kasino am Meer, römischen Mosaiken und dem Hafen.

Im Donaudelta leben Lipowaner, Ukrainer und Rumänen vom Fischfang. Pelikane, Reiher und weitere Wasservögel machen das Gebiet zu einem der wichtigsten Brutgebiete Europas. Die Weine von Murfatlar zählen zu den bekanntesten des Landes.

Bei Murfatlar liegen Weinberge und Kalksteinbrüche mit Höhlenkirchen, in Histria erinnern Ausgrabungen an die älteste griechische Stadt auf dem Boden Rumäniens.