Das Măcin-Gebirge gehört zu den ältesten Gebirgen Rumäniens. Es entstand im späten Paläozoikum, im Karbon und Perm, bei der variszischen Gebirgsbildung. Das vorherrschende Gestein ist Granit, den die Erosion zu steilen, ruinenhaften Hängen geformt hat.
Von der Donau aus wirkt das Gebirge wie niedriges Hügelland. Es liegt im Norden der Dobrudscha, im Kreis Tulcea, in der Nähe des Donaudeltas. Der Nationalpark wurde im Jahr 2000 per Gesetz auf 11.321 Hektar eingerichtet; Teile waren bereits seit 1998 geschützt.
Landschaft
Das Gebirge gliedert sich in den südlichen Teil Culmea Măcinului und den nördlichen Culmea Pricopanului. Der höchste Gipfel ist der Țuțuiatu, auch Greci genannt, mit 467 Metern; weitere wichtige Erhebungen sind der Priopcea (410 m) und der Muntele lui Iacob (341 m).
Bekannte Gesteinsformationen sind die „Ohren“, die „Dinosauriereier“ und die Dobrudscha-Sphinx. Wichtige Schutzgebiete im Park sind die Fossilienfundstelle Dealul Bujoarele, der Pfingstrosenwald Dealul Bujorului, der Buchenwald Valea Fagilor und der Inselberg Popina Blasova. Streng geschützt sind die wissenschaftlichen Reservate Moroian und Valea Fagilor; in Valea Fagilor wächst eine Buchenart, die sonst nur auf der Krim vorkommt, außerdem die seltene Flaumeiche.
Tiere und Pflanzen
Im Park wurden 562 Pflanzenarten gezählt, einige davon an ihrer nördlichen Verbreitungsgrenze. Sechs stehen auf der europäischen Liste streng geschützter Arten, darunter Campanula romanica, Dianthus nardiformis und Galanthus plicatus. Besonders sind die Eichenwälder mit wilden Pfingstrosen.
Zu den seltenen Tieren zählen die Maurische Landschildkröte, die Vierstreifennatter und die Europäische Hornotter. Bei den Vögeln fallen Blauracke, Bienenfresser, Sakerfalke und Nonnensteinschmätzer auf. Mehr als 900 Schmetterlingsarten leben im Park. Das Gebirge liegt auf einer Zugroute, im Herbst rasten hier viele Greifvögel; zu den Jägern zählen Schlangenadler, Zwergadler, Sakerfalke und der Adlerbussard.
Wandern
Im Park gibt es elf markierte und ausgeschilderte Wege, darunter mehrere Themenpfade, einen Radweg und einen Reitweg. Die pontisch-sarmatische Steppe, die hier geschützt wird, gilt als die einzige geschützte Steppenregion Europas.
Das Gebirge besteht aus zwei Teilen, dem südlichen Culmea Măcinului und dem nördlichen Culmea Pricopanului. Seine Hänge tragen Balkan- und submediterrane Wälder sowie weite Steppenflächen. Insgesamt 13 Großvogelarten leben hier das ganze Jahr über.
Was man erleben kann
- Țuțuiatu (Greci)Mit 467 Metern der höchste Punkt des Gebirges.
- Pfingstrosenwald Dealul BujoruluiEichenwald, in dem wilde Pfingstrosen wachsen.
- Valea FagilorWissenschaftliches Reservat mit einer Buchenart, die sonst nur auf der Krim wächst.
- Dobrudscha-SphinxEine der Gesteinsformationen im Granit des Gebirges.




