Bei Berca im Kreis Buzău liegt ein Naturschutzgebiet, in dem Erdgas aus rund 3.000 Metern Tiefe Schlamm und salziges Wasser an die Oberfläche drückt. Der Schlamm trocknet zu kleinen Kegeln von wenigen Metern Höhe, die wie Vulkane aussehen. Er ist kalt, denn er stammt aus Schichten der Erdkruste, nicht aus dem Erdmantel.
Das Gebiet ist in Rumänien einzigartig. Ähnliche Erscheinungen gibt es in Europa etwa in Italien, auf der Halbinsel Kertsch und der Taman-Halbinsel sowie in Aserbaidschan.
Gas und Schlamm
Das Gas, das aus rund 3.000 Metern Tiefe aufsteigt, besteht überwiegend aus Methan, dazu kommen je nach Fundstelle etwa 2 Prozent Kohlendioxid und 2 bis 15 Prozent Stickstoff. Es steigt als Blasen durch Ton und Wasser nach oben, drückt salziges Wasser und Schlamm mit und lässt diesen über den Rand der Kegel quellen. An der Oberfläche trocknet der Schlamm zu festen, kegelförmigen Gebilden. Man spricht von kaltem Vulkanismus, weil der Schlamm aus Schichten der Erdkruste stammt.
Pflanzen und Besuch
Weil der Boden stark salzhaltig ist, wächst rund um die Kegel kaum Vegetation; das ergibt die mondartige Landschaft. Nur wenige Arten wie Nitraria schoberi und Obione verrucifera kommen damit zurecht. Es gibt zwei Besuchsbereiche, die Großen (Pâclele Mari) und die Kleinen Schlammvulkane (Pâclele Mici), umgeben von Erosionsrinnen. Betreten werden darf das Gebiet nur bei trockenem Wetter, um die empfindliche Kruste zu schonen.
Sehenswert
- Pâclele MariDie Großen Schlammvulkane sind die größeren der beiden Besuchsbereiche.
- Pâclele MiciDie Kleinen Schlammvulkane, nach denen das Reservat benannt ist.
- SalzvegetationSeltene Salzpflanzen wachsen auf dem kargen Boden.






