Rumänien

Sinaia

Bergort am Fuß der Bucegi mit dem Schloss Peleș und einer Villenwelt wie aus der Belle Époque.

Region
Walachei (Muntenien)
Kreis
Kreis Prahova
Kreis
Prahova
Gebirge
Bucegi
Beiname
Perle der Karpaten
Höhe
767–860 m
Kloster gegründet
1695
Schloss Peleș erbaut
1873–1883
Koordinaten
45,35° N · 25,55° O
Sinaia Monastery (53743443033)
Foto: Jorge Franganillo · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Sinaia ist eine Kleinstadt im Kreis Prahova in der Walachei, in den Südkarpaten am Fuß des Bucegi-Gebirges im Prahova-Tal. Der Ort wurde als Sommerfrische der rumänischen Könige berühmt und trägt den Beinamen „Perle der Karpaten“. Der Name geht auf das Kloster Sinaia zurück, das nach dem biblischen Berg Sinai benannt wurde.

Heute ist Sinaia einer der wichtigsten Touristenorte der Südkarpaten. Im Winter ist die Stadt ein Skiort, im Sommer ein Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge. Zwischen Bahnhof und Park stehen Villen und Hotels im Stil der Jahrhundertwende, die an die Zeit erinnern, als die Hofgesellschaft hier den Sommer verbrachte.

Königliche Sommerresidenz

König Karl I. aus dem Haus Hohenzollern ließ zwischen 1873 und 1883 das Schloss Peleș im Stil der Neorenaissance errichten. Es diente bis zu seinem Tod 1914 als Sommerresidenz und galt als sein Lieblingsschloss; heute gilt es als eines der prächtigsten Schlösser des Landes. Das Innere zeigt reich geschnitzte Holzarbeiten, Kunstsammlungen und Waffen.

Nur wenige Meter hangaufwärts steht das kleinere Schloss Pelișor, das zwischen 1899 und 1902 für den späteren König Ferdinand I. und seine Frau Marie von Edinburgh gebaut wurde und im Jugendstil eingerichtet ist.

In die Berge

Von Sinaia, das auf 767 bis 860 m Höhe liegt, führt eine Seilbahn bis auf etwa 2000 m hinauf in das Bucegi-Gebirge. Oben beginnen Wanderwege auf das Plateau, zu den Felsformationen und zu den Hütten der Region.

Wer es ruhiger mag, besucht das 1695 gegründete Kloster im Ort oder bummelt durch den Park rund um das Kasino, das die Zeit der Belle Époque spiegelt.

Sehenswert

  • Schloss PeleșNeorenaissance-Schloss der Könige Rumäniens, umgeben von Wald.
  • Schloss PelișorKleinere Residenz, die im Jugendstil ausgestattet wurde.
  • Kloster SinaiaDas 1695 gegründete Kloster gab der Stadt den Namen; dort leben noch heute rumänisch-orthodoxe Mönche.
  • Seilbahn zum Bucegi-PlateauDer schnellste Weg in die Höhe, mit weitem Blick über das Prahova-Tal.