Die Transfăgărășan, Nationalstraße DN7C, quert das Făgăraș-Gebirge und verbindet das Argeș-Tal in der Walachei mit dem Olt-Tal in Siebenbürgen. Sie klettert bis auf 2042 Meter Höhe und gilt nach der Transalpina als zweithöchste asphaltierte Straße des Landes.
Die Strecke ist in vielen Serpentinen, Viadukten und Tunneln geführt. Der Bâlea-Tunnel ist mit rund 880 Metern der längste Straßentunnel Rumäniens. Im Capra-Tal hängen oft tiefe Wolken, deshalb wird die Straße auch „Straße in den Wolken“ genannt.
Streckenführung
Die Straße beginnt bei Căpățânenii Ungureni, erreicht nach rund zwei Kilometern die Talsperre Vidraru, die sie über die Staumauer quert, und folgt dann etwa 18 Kilometer dem Ostufer des Stausees. Im Capra-Tal steigt sie weiter an und unterquert im Bâlea-Tunnel einen Grat auf 2042 Metern. Unmittelbar dahinter liegt der Bâlea-See. Auf der Nordseite windet sich die Straße am Bâlea-Wasserfall vorbei hinunter nach Cârțișoara im Kreis Sibiu.
Entstehung
Der Bau begann offiziell am 10. März 1970, die Eröffnung war am 20. September 1974; die Asphaltierung zog sich nach englischen Angaben bis 1980 hin. Auftraggeber war Nicolae Ceaușescu, der auch einen militärischen Zweck verfolgte: Nach dem Prager Frühling sollte die Straße schnelle Truppenbewegungen über das Hochgebirge ermöglichen. Gebaut wurde vor allem von Soldaten. Offiziell kamen 40 Menschen ums Leben, Zeitzeugen nennen weit höhere Zahlen; eine genaue Zahl ist unbekannt. Gedenktafeln stehen an den Felsdurchbrüchen „Poarta Întâlnirii“ und „Poarta Geniștilor“.
Sehenswert
- Staumauer VidraruDie Straße führt über die 307 Meter lange Staumauer des Stausees.
- Bâlea-TunnelDer höchstgelegene und längste Straßentunnel Rumäniens liegt auf 2042 Metern.
- Bâlea-See und -WasserfallDie Straße führt an beiden vorbei; im Tal hängen oft tiefe Wolken.
- Poarta ÎntâlniriiHier trafen sich 1974 die Bautrupps von Nord- und Südseite.






