Rumänien

Cozia-Nationalpark

Parcul Național Cozia

Karstgipfel, Buchenurwälder und das enge Tal des Olt in den Südkarpaten.

Region
Oltenien (Kleine Walachei)
Kreis
Kreis Vâlcea
Schutzstatus
Nationalpark (IUCN-Kategorie II)
Fläche
ca. 171 km²
Ausgewiesen
2000 (Gesetz Nr. 5)
Gebirge
Lotru- und Căpățânii-Gebirge (Südkarpaten)
UNESCO
Buchenurwälder seit 2017 (3.389 ha im Park)
Koordinaten
45,37° N · 24,27° O
Muntele Cozia - panoramio
Foto: Cioboata Andrei · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Der Cozia-Nationalpark liegt im Nordosten des Kreises Vâlcea, im mittleren Teil der Südkarpaten. Er umfasst Teile des Lotru-Gebirges im Südosten und des Căpățânii-Gebirges im Osten und erstreckt sich am Mittellauf des Olt. Zu den Gemeinden im Park zählen Brezoi, Călimănești, Racovița, Perișani, Sălătrucel und Berislăvești.

Der Park wurde 2000 durch ein Gesetz unter Schutz gestellt und ist etwa 171 Quadratkilometer (17.100 Hektar) groß. Er zählt zur IUCN-Kategorie II. Seit 2017 gehören zwei Urwaldflächen im Park zum UNESCO-Welterbe der Alten Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten.

Landschaft

Der Park ist ein Gebirgsgebiet mit großer geologischer Vielfalt. Es gibt Karstlandschaft mit scharfen Gipfeln, Felsnadeln und Felstürmen, Kalkgrate, Höhlen, Schluchten und Täler sowie Wälder, Wiesen und Weiden. Im Park liegt das ganze Cozia-Massiv. Eine erste Idee für einen Nationalpark entstand 1966, 2003 wurden die Grenzen neu festgelegt.

Der Olt fließt als Hauptachse durch den Park, die Nationalstraße DN7 begleitet ihn. Auf engem Raum wechseln sich Eichen-Hainbuchenwälder, Buchenwälder und Fichtenwälder der Berglagen ab. Zum Park gehört das Reservat Pădurea Călinești–Brezoi (200 Hektar), das für seine Konglomerate von Brezoi, seine Flora und seine Landschaft geschützt ist.

Buchenurwälder

Im Jahr 2017 wurden zwei Urwaldflächen des Parks in die UNESCO-Welterbestätte der Alten Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas aufgenommen. Es handelt sich um insgesamt 3.389 Hektar, die als Teil des Cozia-Nationalparks gerechnet werden.

Es sind Buchenurwälder, also Wälder, die kaum oder nie forstlich genutzt wurden.

Die Flächen im Cozia-Nationalpark sind Teil der Gesamtstätte, die 94 Waldgebiete in 18 Ländern umfasst. In Rumänien gehören zu ihr außerdem Teile der Nationalparks Cheile Nerei-Beușnița, Domogled-Valea Cernei und Semenic-Cheile Carașului.

Flechten und Lebensräume

Der Park ist auch für seine Flechten bekannt; 2007 wurde ihre Vielfalt eigens untersucht. Zu den geschützten Tieren zählen Braunbär, Wolf, Luchs, Große Hufeisennase, Gelbbauchunke, Kammmolch und Hirschkäfer; als Endemit gilt die Heuschrecke Isophya harzi. Unter den Pflanzen stehen Edelweiß, Karpaten-Glockenblume und Sibirisches Greiskraut unter europäischem Schutz. Dazu kommen Lebensraumtypen von Auenwäldern mit Schwarzerle und Esche über Schluchtwälder an steilen Hängen bis zu alpinen Gebüschen, Borstgrasrasen und Felsspalten auf Kalk.

Was man erleben kann

  • BuchenurwälderZwei Flächen mit zusammen 3.389 Hektar gehören seit 2017 zum UNESCO-Welterbe der Karpatenbuchenwälder.
  • KarstformenFelsnadeln, Türme und Grate aus Kalk prägen die Berge im Park.
  • OltschluchtDer Olt durchfließt den Park als Hauptachse, die Nationalstraße DN7 folgt ihm.