Rumänien

Buila-Vânturarița

Rumäniens kleinster Nationalpark: Kalkfelsen, Schluchten und Höhlen im Căpățânii-Gebirge.

Region
Oltenien (Kleine Walachei)
Kreis
Kreis Vâlcea
Schutzstatus
Nationalpark (IUCN-Kategorie II)
Fläche
ca. 4.186 ha
Höchster Punkt
Vânturarița Mare, 1.885 m
Ausgewiesen
2004 (Beschluss, veröffentlicht Januar 2005)
Gebirge
Căpățânii-Gebirge (Südkarpaten)
Koordinaten
45,24° N · 24,10° O
Buila4
Foto: The original uploader was Compactforever at Romanian Wikipedia. · CC BY 2.5 · Wikimedia Commons

Der Nationalpark Buila-Vânturarița liegt im Westen des Kreises Vâlcea nahe der Grenze zu Gorj, im südlichen Căpățânii-Gebirge, einer Untergruppe des Parâng-Gebirges in den Südkarpaten. Mit etwa 4.186 Hektar ist er der kleinste Nationalpark Rumäniens. Er gehört verwaltungsmäßig zu den Gemeinden Costești und Bărbătești sowie zu Băile Olănești.

Das Gebiet besteht aus den beiden Bergstöcken Buila und Vânturarița, die von steilen Kalkwänden, tiefen Schluchten und Höhlen geprägt sind. Ein Regierungsbeschluss von 2004, veröffentlicht im Januar 2005, stellte es unter Schutz; als Schutzkategorie gilt die IUCN-Kategorie II.

Landschaft

Der höchste Punkt des Parks ist der Vânturarița Mare mit 1.885 Metern. Die Felsen aus Kalkstein bilden Grate, Türme und Schluchten, in denen sich Wasser tief eingeschnitten hat. Das Gebiet gehört geologisch zu den Getischen Subkarpaten und ist durch spitze Gipfel, Felsnadeln und Kalkgrate geprägt. In die Parkfläche eingeschlossen sind mehrere kleine Schutzgebiete, darunter Wälder bei Călinești-Brezoi und im Valea Cheii sowie der Berg Stogu.

Zu den Schutzgebieten im Park zählt auch das Trovanten-Museum, ein Naturdenkmal mit den kugelförmigen Sandsteinkonkretionen („Trovanten“) bei Costești, sowie Rădița-Mânzu.

Tiere und Pflanzen

In den Wäldern wachsen Rotbuche, Fichte, Tanne, Eibe, Waldkiefer und Linde, darüber Latschenkiefer und Sadebaum. Auf Felsen und Wiesen finden sich Edelweiß, Frauenschuh, Alpen-Glockenblume, Gelber Eisenhut und Türkenbund-Lilie. Im Park wurden 18 Lebensraumtypen der EU-Richtlinie festgestellt, darunter Buchenwälder, Latschengebüsche, Kalkfelsfluren und für die Öffentlichkeit gesperrte Höhlen.

An Säugetieren leben Rothirsch, Braunbär, Gämse, Reh und Wolf im Park; hinzu kommen Luchs, Wildschwein, Baummarder und mehrere Fledermausarten wie die Mopsfledermaus und das Kleine Mausohr. Die Höhlen sind für die Fledermäuse besonders wichtig.

Höhlen und Wandern

Mehrere Höhlen sind geschützt: die Arnăuți-Höhle, die Clopot-Höhle, die Munteanu-Murgoci-Höhle, die Pagoda-Höhle und die Höhle im Tal der Bistrița. Als Ausgangsort für Wanderungen ins Zentrum des Parks gilt Cheia, das man von Brezoi aus über eine Kreisstraße erreicht.

In der Region steht das alte Kloster Pătrunsa mit der Kirche der heiligen Parascheva.

Der Park ist ein Lebensraum für den Auerhahn, den Mauerläufer, den Rotmilan und den Schreiadler. Zugang bietet unter anderem die Straße von Râmnicu Vâlcea über die DN64 und weiter über die Kreisstraße DJ654 nach Cheia.

Was man erleben kann

  • Vânturarița MareMit 1.885 Metern der höchste Punkt des Parks.
  • Trovanten-MuseumEin kleines Naturdenkmal innerhalb des Parks: kugelförmige Sandsteinbildungen, sogenannte Trovanten.
  • HöhlenArnăuți-, Clopot- und Pagoda-Höhle liegen im Kalkstein des Parks und sind Lebensraum für Fledermäuse.
  • Kloster PătrunsaDas alte Kloster mit der Kirche der heiligen Parascheva liegt in der Region.