Das Kloster Horezu, auch Hurezi genannt, steht etwa drei Kilometer nördlich der Kleinstadt Horezu in Oltenien, am Fuß des Bergmassivs Munții Căpățânii. Der Name soll von den nachtaktiven Raubvögeln herrühren, die rumänisch „huhurezi“ heißen und in den umliegenden Wäldern leben.
Es gilt als das Hauptwerk des Brâncoveanu-Stils, der nach dem walachischen Fürsten Constantin Brâncoveanu benannt ist. Die Anlage fällt durch ausgewogene Proportionen, fein gearbeitete Steinmetzarbeiten und ihre Malereien auf, zu denen Stifterporträts gehören. Sie steht seit 1993 auf der UNESCO-Liste. Es ist ein Nonnenkloster.
Gründung
Fürst Constantin Brâncoveanu gründete das Kloster 1690, nach anderer Angabe 1692; fertig errichtet war es 1709. Bis 1862 war es ein Männerkloster, dann wurden die Mönche versetzt und Nonnen zogen ein. Die Klosterkirche der Heiligen Kaiser Konstantin und Helena entstand von 1693 bis 1697. Außerhalb der Mauern gehören weitere Kirchen zum Ensemble: die Krankenkirche Mariä Himmelfahrt, 1699 von Brâncoveanus Gattin Maria gestiftet, die Kapelle der Heiligen Apostel (1698) und die Kapelle des heiligen Stefan (1703). Seit dem Jahr 1827 wurde die Anlage mehrfach restauriert.
Anlage
Die Anlage liegt auf einer Anhöhe und ist von zwei Befestigungen umgeben. Der Zugang führt durch einen Glockenturm im Süden mit einem massiven Holztor. Die kreuzförmige Kirche ist 32 Meter lang und 14 Meter hoch; ihre große Ikonostase ist in Lindenholz geschnitzt und vergoldet. Im Vorraum der Kirche steht ein Marmorgrab, das für den Fürsten vorgesehen war, seinen Zweck aber nicht erfüllt hat.
Westlich der Kirche steht eine quadratische Kapelle mit achteckigem Turm, durch dessen Fenster das Licht fällt. Sie wurde 1697 errichtet, ihre Fresken entstanden 1705 und 1706 und sind in gutem Zustand.
Sehenswert
- KlosterkircheDie kreuzförmige Kirche der Heiligen Konstantin und Helena ist der Mittelpunkt der Anlage.
- IkonostaseDie große Bilderwand ist aus Lindenholz geschnitzt und mit Gold überzogen.
- Glockenturm-TorDer Zugang auf der Südseite führt durch einen Turm mit schwerem Holztor.
- Kapelle mit AchteckturmDie Kapelle auf der Westseite wurde 1697 gebaut; ihr Licht kommt durch den achteckigen Turm.






