Rumänien

Drobeta-Turnu Severin

Turnu Severin · Severin

Donaustadt am Eisernen Tor, an der Stelle der römischen Brücke Trajans.

Region
Oltenien (Kleine Walachei)
Kreis
Kreis Mehedinți
Kreis
Mehedinți (Kreishauptstadt)
Lage
an der Donau, am Eisernen Tor
Römischer Name
Drobeta
Römischer Brückenbauer
Apollodor von Damaskus
Koordinaten
44,63° N · 22,65° O
Cultural-Palace-Teodor-Costescu
Foto: Boxenhorst · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Drobeta-Turnu Severin ist die Hauptstadt des Kreises Mehedinți im Südwesten Rumäniens. Sie liegt in Oltenien direkt an der Donau, kurz unterhalb des Durchbruchs am Eisernen Tor. Der doppelte Name verbindet die römische Siedlung Drobeta, an die der Namenszusatz seit 1972 erinnert, mit der mittelalterlichen Siedlung Turnu Severin, die nach dem Turm einer Burg und dem heiligen Severin benannt ist.

Die Stadt hat einen großen historischen Hintergrund. Hier ließ Kaiser Trajan im Zusammenhang mit den Dakerkriegen zwischen 103 und 105 durch den Baumeister Apollodor von Damaskus eine Steinbrücke über die Donau bauen, die damals längste im Römischen Reich. Reste der Pfeiler sind noch heute bei Niedrigwasser sichtbar.

Römische Spuren

Im Stadtgebiet sind Mauern und Fundamente des römischen Kastells Drobeta zu sehen. Das Museum des Eisernen Tores zeigt Funde aus der Römerzeit und stellt die Geschichte der Donauregion dar.

Auch ein Modell der Trajansbrücke gehört zur Ausstellung und vermittelt, wie das Bauwerk gewirkt haben könnte. Das Kastell am Donauufer ist ausgegraben und sichtbar; Kaiser Hadrian erhob die Siedlung 123/124 zum Municipium.

Der Eiserne Tor

Flussaufwärts der Stadt zwängt sich die Donau in einem langen Durchbruch durch die Karpaten. Hier entstand im 20. Jahrhundert ein großes Wasserkraftwerk, das gemeinsam mit Serbien betrieben wird, und der Fluss wurde aufgestaut. Die heutige Stadt wurde nach dem Frieden von Adrianopel (1829) planmäßig neu angelegt; der Aufbau begann 1836, und 1841 wurde der Kreissitz von Cerneți nach Severin verlegt.

Von der Stadt aus lässt sich die Gegend im Eisernen-Tor-Naturpark erkunden, etwa auf Schiffsfahrten durch die Schlucht.

Sehenswert

  • Museum des Eisernen ToresRömische Funde und ein Blick auf die Geschichte der Donauregion; die Anfänge gehen auf ein Geschichtsmuseum von 1912 zurück.
  • Kastell DrobetaReste des römischen Kastells am Donauufer.
  • Pfeiler der TrajansbrückeReste der antiken Brücke, die bei niedrigem Wasserstand sichtbar werden.
  • Fahrt durch die DonauschluchtSchiffe fahren in das Gebiet des Eisernen Tors.