Rumänien

Sprache

Eine romanische Sprache im Osten Europas, umgeben von slawischen, ungarischen und deutschen Nachbarn.

Rumänisch gehört zu den romanischen Sprachen und ist am nächsten mit dem Italienischen verwandt, enthält aber viele slawische, türkische und griechische Lehnwörter. Es wird in Rumänien und in der Republik Moldau gesprochen.

Wer Spanisch, Französisch oder Italienisch kann, erkennt viele Wörter wieder. In Städten und bei jüngeren Menschen kommt man oft mit Englisch zurecht, in Siebenbürgen und im Banat zum Teil auch mit Deutsch oder Ungarisch.

Besonderheiten des Rumänischen

Auffällig ist der nachgestellte bestimmte Artikel: casă heißt Haus, casa das Haus. Dazu kommen drei Geschlechter und fünf Fälle in einer reduzierten Form. Die Schrift ist lateinisch mit den Sonderzeichen ă, â, î, ș und ț.

Die Aussprache ist weitgehend lautgetreu. Ș klingt wie sch, ț wie z, ă wie ein dumpfes e (wie am Ende des deutschen Wortes bitte), â und î wie ein dunkles, zurückgenommenes i. Vor e und i wird c wie tsch gesprochen, ch und gh vor e und i wie k und g.

Minderheiten und Mehrsprachigkeit

Rund um die rumänische Mehrheit leben viele Minderheiten. Die größte Gruppe sind die Ungarn, vor allem im Szeklerland in den Kreisen Harghita und Covasna und im Westen Siebenbürgens. Dazu kommen Roma mit ihrem Romani, Ukrainer, Deutsche, Türken, Tataren, Serben, Lipowaner und weitere.

Wo eine Minderheit mindestens 20 Prozent der Einwohner stellt, darf sie ihre Sprache auch bei Behörden verwenden. Straßenschilder sind dann häufig zweisprachig, in Siebenbürgen oft rumänisch-ungarisch, früher auch deutsch.

Deutsch in Rumänien

Die Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben prägten Deutsch als Sprache von Stadt und Kirche. Obwohl die meisten nach 1990 ausgewandert sind, gibt es weiterhin deutschsprachige Schulen und Theater, etwa in Sibiu, Brașov und Timișoara, sowie die Zeitung Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien. Sibiu hat mit Klaus Johannis einen langjährigen Bürgermeister und späteren Staatspräsidenten hervorgebracht, der der deutschen Minderheit angehört.

Der Dichter Paul Celan schrieb in Czernowitz auf Deutsch, die Nobelpreisträgerin Herta Müller im Banat. Viele Ortsnamen haben noch deutsche Doppelnamen, etwa Hermannstadt für Sibiu, Kronstadt für Brașov oder Temeswar für Timișoara.

Nützliche Wendungen

  • Bună ziuaGuten Tag (etwa „BU-nə SI-wa“); abends: Bună seara (sa-ra).
  • MulțumescDanke (mul-zu-MESK).
  • Vă rogBitte (wə rog), auch als höfliche Aufforderung.
  • Da / NuJa / Nein (da / nu).
  • Scuzați-măEntschuldigen Sie (sku-SA-zi-mə).
  • Vorbiți englezește?Sprechen Sie Englisch? (wor-BI-zi eng-le-SESH-te).
  • Cât costă?Wie viel kostet es? (kɨt KOS-tə).
  • Poftă bună!Guten Appetit! (POF-tə BU-nə).
  • Noroc! / Sănătate!Prost! / Gesundheit! (no-ROK / sə-nə-TA-te).
  • La revedereAuf Wiedersehen (la re-we-DE-re).