Rumänien

Kreischgebiet

Crișana

Das Gebiet der drei Kreisch-Flüsse zwischen Apuseni-Gebirge und ungarischer Grenze.

Größte Stadt
Oradea
Weitere Städte
Arad, Beiuș, Salonta
Landschaft
Apuseni, Pannonische Ebene, Criș-Täler
Flüsse
Criș Alb, Criș Negru, Criș Repede
Arad, Romania - Administrative Palace (2023)
Foto: Chainwit. · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Die Crișana liegt im Westen Rumäniens zwischen dem Apuseni-Gebirge und der ungarischen Grenze. Ihren Namen verdankt sie den drei Flüssen Criș Alb, Criș Negru und Criș Repede, den Weißen, Schwarzen und Schnellen Kreisch. Das Gebiet zählt zum Teil zur historischen Region Partium. Weil die Grenze zu Ungarn nahe ist, spielt die Region für Handel und Durchreise seit langem eine Rolle. Die Städte an den Flüssen verbinden Siebenbürgen mit der Pannonischen Tiefebene, und mehrere Bahnlinien und Autobahnabschnitte laufen hier zusammen.

Die wichtigsten Städte sind Oradea und Arad. Im Osten ragen die Berge der Apuseni mit Karstlandschaft, Höhlen und Wäldern auf, im Westen breitet sich die Pannonische Ebene aus. Die Region war von jeher ein Durchgangsland zwischen Siebenbürgen und Mitteleuropa. Oradea und Arad besitzen viele Gebäude aus der Zeit um 1900, als die Region zu Österreich-Ungarn gehörte. Wer durch die Stadtzentren geht, sieht Fassaden im Jugendstil, Theater, Synagogen und Kirchen verschiedener Konfessionen.

Geschichte

Das Kreischgebiet gehörte jahrhundertelang zum Königreich Ungarn und bildete einen Grenzraum zu den Osmanen, die Oradea 1660 eroberten und bis 1692 hielten. Die Festungsstadt Oradea wurde unter den Habsburgern ausgebaut.

Nach 1918 kam die Region zu Rumänien. Im 19. Jahrhundert entstanden Eisenbahnlinien, Industrie und eine wohlhabende Bürgerschicht, die ihren Wohlstand in repräsentativen Bauten zeigte.

Im 19. Jahrhundert wuchs Oradea durch Eisenbahn und Handel zur bürgerlichen Stadt heran. Um 1900 entstanden die Jugendstilbauten, die das Zentrum heute prägen, und Arad entwickelte sich zu einem Industriestandort am Mieresch.

Landschaft und Kultur

Oradea ist für seine Jugendstilbauten bekannt, etwa den Schwarzen Adler (Vulturul Negru). Arad liegt am Mieresch und besitzt ein eindrucksvolles Stadtbild des 19. Jahrhunderts. Bei Oradea sprudeln Thermalquellen in Băile Felix und Băile 1 Mai.

Im Gebirge liegen Karsthöhlen wie die Bärenhöhle (Peștera Urșilor) bei Chișcău sowie Dörfer mit Holzarchitektur. Viele Menschen sprechen Ungarisch, Slowakisch oder Deutsch als Familiensprache.

Arad war 1849 Schauplatz der Hinrichtung ungarischer Revolutionsgeneräle, an die ein Denkmal erinnert. Die Festung der Stadt liegt direkt am Fluss.

Sehenswertes im Kreischgebiet