Die Bärenhöhle liegt am Rand des Dorfes Chișcău im Kreis Bihor, im westlichen Apuseni-Gebirge. Entdeckt wurde sie am 17. September 1975, als bei Marmorabbauarbeiten im Steinbruch der Zugang weggesprengt wurde. Der Bergmann Traian Curta stieg als Erster hinab.
Ihren Namen verdankt sie den Skeletten von rund 140 Höhlenbären (Ursus spelaeus), die 1983 gefunden wurden. Die Art starb gegen Ende der letzten Eiszeit aus.
Erforschung und Erschließung
Drei Tage nach der Entdeckung erkundeten Hobbyhöhlenforscher der Gruppe „Speodava“ aus Ștei die Höhle erstmals. Das Institut für Speläologie „Emil Racoviță“ und das Museum Țara Crișurilor in Oradea legten daraufhin den Ausbau und den Schutz fest. Nach fünf Jahren Arbeit wurde sie am 14. Juli 1980 für Besucher geöffnet. Die Höhle liegt im Kreischgebiet, etwa 75 Kilometer südöstlich von Oradea.
Hallen und Galerien
Die Höhle hat drei Galerien und vier Hallen: den Kerzensaal, den Emil-Racoviță-Saal, den Spaghettisaal und den Knochensaal. Für Besucher ist nur die oberste Galerie eingerichtet, die unteren bleiben der Forschung vorbehalten. Die Fossilien der Höhlenbären gaben ihr den Namen; vor etwa 15.000 Jahren lebten die Tiere hier. Einzelne Tropfsteine tragen Namen wie „Verzauberter Palast“, „Haus der Zwerge“ oder „Rat der Alten“. Jährlich kommen mehr als 200.000 Besucher.
Sehenswert
- KnochensaalHier liegen die Skelette der Höhlenbären, nach denen die Höhle benannt ist.
- KerzensaalHier und in der Kerzengalerie stehen die kerzenförmigen Tropfsteine, nach denen der Saal benannt ist.
- SpaghettisaalDünne, spaghettiartige Tropfsteine geben dem Saal den Namen.



