Der Apuseni-Naturpark liegt im mittleren Nordteil des Apuseni-Gebirges im Westen Rumäniens. Er umfasst Teile des Bihor-Gebirges im Süden und des Vlădeasa-Gebirges im Norden und gehört zu den Kreisen Alba (28 Prozent), Bihor (32 Prozent) und Cluj (40 Prozent). Mit 75.784 Hektar ist er einer der großen Naturparks des Landes.
Die Fläche steht nach IUCN-Kategorie V unter Schutz. Als Gründungsdatum gilt der 27. Januar 1990; 2000 wurde das Gebiet gesetzlich als Naturschutzgebiet bestätigt. Am 8. Oktober 2009 erhielt der Park den EDEN-Preis der Europäischen Kommission für Reiseziele von herausragender Qualität. Er erstreckt sich über das Gebiet von 16 Gemeinden.
Karst und Höhlen
Kennzeichnend ist die Vielfalt der Karstlandschaft: tiefe Schluchten, hohe Kalkkämme, bizarre Felsformen, Quellen und Flüsse, die sich durch den Kalk ihren Weg bahnen. Der höchste Gipfel ist der Cucurbăta Mare mit 1.848 Metern.
Zahlreiche Höhlen sind als Naturreservate geschützt. Im Kreis Alba sind es unter anderem die Scărișoara-Höhle mit ihrem Eisblock, die Coiba-Mare-Höhle und die Vârtop-Eishöhle, im Kreis Bihor die Bärenhöhle, die Cetatea-Rădesei-Höhle und die Hirschhöhle.
Zu den geschützten Höhlen im Bihor-Teil gehören außerdem die Eishöhle Focul Viu und die Drachenhöhle von Onceasa. Wasserläufe wie der Crișul Pietros, der Arieșul Mare und der Someșul Cald entspringen oder durchfließen das Gebiet.
Hochflächen und Täler
Als Naturreservate geschützt sind unter anderem die Karstplateaus Padiș und Lumea Pierdută („verlorene Welt“) sowie Cetățile Ponorului. Pietrele Galbenei und der Wasserfall Săritoarea Bohodeiului sind weitere Schutzgebiete im Bihor-Teil, das Tal Valea Sighiștelului ist mit rund 413 Hektar das größte Reservat im Park. Im Norden liegt der Stausee Beliș-Fântânele auf 1.050 Metern Höhe; er wurde zwischen 1970 und 1974 am Someșul Cald angelegt und bedeckt 826 Hektar.
Wandern
Als Ferienorte im Park gelten die Siedlungen Boga, Fântânele und Vârtop. Wer Höhlen besuchen will, sollte nur die für Besucher eingerichteten Anlagen nutzen. Zur Tierwelt des Parks zählen Braunbär, Wolf, Luchs, Gämse, Rothirsch und Fischotter, unter den Vögeln Auerhuhn, Haselhuhn, Steinadler und Schreiadler.
Der Park erstreckt sich über das Gebiet von 16 Gemeinden mit 53 vollständig und acht teilweise enthaltenen Ortschaften. Im Norden liegt der Beliș-Fântânele-Stausee; die Dämme und Stollen dienen der Energiegewinnung.
Was man erleben kann
- Scărișoara-EishöhleEishöhle, als Naturreservat im Kreis Alba geschützt.
- Padiș-HochflächeKarstplateau, als Naturreservat geschützt.
- Cetățile PonoruluiGeschütztes Gebiet im Bihor-Teil.
- Săritoarea BohodeiuluiWasserfall im Bihor-Teil des Parks, als eigenes Reservat geschützt.
- BärenhöhleEine geschützte Höhle im Kreis Bihor.






