Das Salzbergwerk liegt in Turda, der zweitgrößten Stadt des Kreises Cluj. Salz wurde hier schon in der Antike gewonnen; eine Urkunde vom 1. Mai 1271 erwähnt das Bergwerk ausdrücklich. Bis 1932 wurde hier durchgehend Speisesalz abgebaut. Danach diente die Anlage im Zweiten Weltkrieg als Schutzraum und später kurz als Käselager.
1992 öffnete die Salina als Heilstollen und Touristenziel, 2010 nach einer Modernisierung erneut für Besucher. Die Temperatur liegt das ganze Jahr bei etwa 10 bis 12 Grad. Das Bergwerk gehört zu den ältesten und bekanntesten Salzbergwerken Siebenbürgens.
Glockengruben
Beim Abbau entstanden gewaltige kegelförmige Hallen, sogenannte Glockengruben. Die Terezia-Grube ist rund 90 Meter hoch und hat einen Durchmesser von etwa 87 Metern; auf ihrem Grund liegt ein unterirdischer See mit einer Insel aus Restsalz, dazu kommen eine Salzkaskade und Stalaktiten. Die Iosif-Grube ist ein kegelförmiger Raum von 112 Metern Tiefe, in dem Geräusche stark hallen, daher heißt sie auch „Echo-Saal“; man betrachtet sie von Balkonen aus, die ins Salz gehauen sind.
Technik und Rundgang
Im Kriwatz-Raum steht eine Göpelwinde von 1881, die als einzige ihrer Art in rumänischen Salzbergwerken noch an ihrem ursprünglichen Platz erhalten ist. In der Rudolf-Grube, der letzten, in der Salz gefördert wurde, führen 172 Stufen zum Grund; an den Wänden sind die Jahre markiert, in denen die einzelnen der 13 Ebenen geöffnet wurden. Ein Panoramaaufzug zeigt die Grube von oben. In der kleineren Gizela-Grube, die zur Behandlung mit salzhaltiger Luft genutzt wird, liegt über dem Fördergang ein geologisches Reservat mit Salzkristallen, der „Kristallsaal“, der für Besucher gesperrt ist.
Sehenswert
- Terezia-GrubeDie glockenförmige Halle mit unterirdischem See, Salzkaskade und Stalaktiten.
- Iosif-GrubeEin Kegelraum mit Balkonen aus dem Salz und starkem Echo.
- Rudolf-GrubeDie letzte Abbaugrube mit 13 Ebenen, Salzstalaktiten und Panoramaaufzug.
- Kriwatz-WindeEine Seilwinde von 1881, die noch an ihrem Originalplatz steht.






