Satu Mare, deutsch Sathmar, ungarisch Szatmárnémeti, ist die Hauptstadt des gleichnamigen Kreises im Nordwesten Rumäniens. Die Stadt liegt am Fluss Someș, nicht weit von der ungarischen und der ukrainischen Grenze. Sie ist Sitz eines römisch-katholischen Bistums.
Die Bevölkerung ist traditionell gemischt: Rumänen und Ungarn leben hier zusammen, dazu kommt die Minderheit der Sathmarer Schwaben, die im 18. Jahrhundert angesiedelt wurden. Auch jüdisches Leben hatte in der Stadt einen festen Platz; der Name „Satmar“ wurde durch die hier entstandene chassidische Gemeinschaft, deren Hauptsitz seit dem Holocaust in New York liegt, in aller Welt bekannt.
Geschichte
Als königliche Freistadt war Sathmar seit dem 13. Jahrhundert bedeutend; ab dem 16. Jahrhundert besaß die Familie Báthory die Festung am Someș. Im Frieden von Sathmar vom 29. April 1711 wurde der Kuruzenaufstand unter Franz II. Rákóczi beigelegt, ein wichtiges Ereignis der ungarischen Geschichte. 1721 wurde Sathmar mit Mintiu als königliche Freistadt vereinigt, und im 18. Jahrhundert wurde ein Großteil der Stadt neu gebaut. Die Stadt blieb bis ins 20. Jahrhundert Teil des Königreichs Ungarn und gehört seit dem Vertrag von Trianon 1920 zu Rumänien; von 1940 bis 1944 war sie noch einmal ungarisch.
Aus der Zeit der Habsburgermonarchie stammen Kirchen, Bürgerhäuser und Verwaltungsgebäude, die dem Zentrum sein Gesicht geben.
Stadtbild
Das Zentrum bildet die Fußgängerzone rund um den Freiheitsplatz mit Theater, Rathaus und der katholischen Kathedrale. Der markante Feuerwehrturm, 47 Meter hoch, ragt über die Dächer.
Der Fluss Someș mit seinen Uferwegen lädt zu Spaziergängen ein. Von hier aus lässt sich auch die Landschaft im Norden gut erkunden.
Da im 18. Jahrhundert ein Großteil der Stadt neu gebaut wurde, stammen viele Gebäude des Zentrums aus dieser Zeit. Zu den kulturellen Einrichtungen zählt das Theater Teatrul de Nord.
Sehenswert
- Katholische KathedraleWichtiger Kirchenbau und Sitz des Bistums Satu Mare.
- FeuerwehrturmDer Turm im Zentrum ist das Wahrzeichen der Stadt.
- Fußgängerzone am FreiheitsplatzRathaus, Theater und Cafés bilden das Stadtzentrum.
- Someș-UferPromenade am Fluss für einen ruhigen Spaziergang.



