Etwa fünf Kilometer nördlich von Gura Humorului liegt das Kloster Humor. Im Gegensatz zu den blauen Fresken von Voroneț oder den grünen von Sucevița werden die Wände hier mit warmen Rot- und Brauntönen verbunden, die der kleinen Kirche ein erdiges Aussehen geben. Als dominante Farbe der Fresken nennt die Literatur ein rötliches Braun.
Humor ist ein Frauenkloster, die Kirche ist Mariä Himmelfahrt geweiht. Sie gehört zu den frühen bemalten Kirchen im heutigen Rumänien und gilt zusammen mit Voroneț als besonders gut erhalten. Wie die anderen sieben Kirchen der Moldau steht sie auf der UNESCO-Liste.
Geschichte
1530 ließ der moldauische Kanzler Teodor Bubuiog unter Fürst Petru Rareș die heutige Kirche auf den Grundmauern eines Klosters aus der Zeit um 1415 errichten. Die Fresken stammen von dem Maler Toma von Suceava und entstanden 1535. Der viereckige Turm kam 1641 unter Vasile Lupu hinzu. Das Kloster wurde 1786 aufgelöst und erst 1990 wiedereröffnet. Heute leben hier wieder Nonnen.
Rot und Braun
Die Fassadenmalerei von Humor wird von Rot- und Brauntönen dominiert. Zu den bekanntesten Bildern gehört das Porträt Stefans des Großen. Dargestellt sind außerdem die Belagerung Konstantinopels und das Jüngste Gericht, wie sie an vielen Moldauklöstern vorkommen, sowie ein Hymnus auf die Muttergottes, der sich auf ihre Rettung der Stadt vor den Persern im Jahr 626 bezieht. Die Perser sind dabei als Türken gemalt, die Bilder hatten also auch eine politische Aussage. Humor und Moldovița gelten als die letzten Kirchen mit offener Vorhalle und gotischen Fenstern und Türen. Das Kloster besitzt außerdem eine Sammlung wertvoller Ikonen.
Sehenswert
- Stefan der GroßeDas Bild des Fürsten zählt zu den bekanntesten Kunstwerken in der Kirche.
- Turm von 1641Der viereckige Turm stammt aus der Zeit von Vasile Lupu.
- IkonensammlungDas Kloster zeigt eine wertvolle Sammlung von Ikonen.





