Rumänien

Ceahlău-Nationalpark

Parcul Național Ceahlău

Das markante Massiv der Ostkarpaten über dem Stausee Bicaz, bekannt für seine Felsformationen.

Region
Moldau
Kreis
Kreis Neamț
Schutzstatus
Nationalpark (IUCN-Kategorie II), per Gesetz 2000 ausgewiesen
Fläche
8.396 ha
Höchster Punkt
Ocolașul Mare, 1.907 m
Gebirge
Bistrița-Berge (Ostkarpaten)
Gipfel
Toaca 1.904 m, Ocolașul Mare 1.907 m
Koordinaten
46,95° N · 25,95° O
Ceahlau 2
Foto: Iulianmaxim (talk) Iulian maxim · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Das Ceahlău-Massiv gehört zu den bekanntesten Bergen Rumäniens. Es ist Teil der Bistrița-Berge in den Ostkarpaten und erhebt sich im Kreis Neamț, im Osten begrenzt von der Bistrița und dem Stausee Bicaz, im Süden vom Fluss Bicaz.

Die beiden wichtigsten Gipfel sind Toaca mit 1.904 Metern und Ocolașul Mare mit 1.907 Metern. Der Park wurde per Gesetz im Jahr 2000 ausgewiesen und umfasst 8.396 Hektar Berglandschaft mit Felsformationen, Wäldern, Wiesen und Weiden.

Landschaft

Die bekanntesten Felsformationen des Parks tragen Namen wie Panaghia, Detunatele, Clăile lui Miron, Piatra Lăcrimată, Dochia, Piatra cu Apa und Turnul lui Ghedeon. Hinzu kommen der Wasserfall Duruitoarea, die Lichtung Poiana Maicilor und das Schutzgebiet Polița cu crini. Vom Plateau am Gipfelbereich eröffnet sich der Blick auf die umliegenden Ostkarpaten. Das Klima ist rau: Die Wetterstation auf dem Toaca verzeichnet eine Jahresmitteltemperatur von rund 1,3 °C.

Die Hauptzugänge liegen im Süden bei Izvorul Muntelui, rund zwölf Kilometer nördlich der Stadt Bicaz, und im Norden bei Durău.

Tiere und Pflanzen

Im Park wachsen Weiß-Tanne, Europäische Lärche, Zirbelkiefer, Eibe, Bergkiefer und Rotbuche. Unter den krautigen Pflanzen sind Arnika, Blauer Eisenhut und Himmelsherold zu finden, außerdem Endemiten wie das Felsenblümchen Draba haynaldii.

Zu den Säugetieren zählen Rothirsch, Reh, Gämse, Wildkatze, Wildschwein und Baummarder, unter den Vögeln Steinadler, Schreiadler, Auerhuhn, Wanderfalke und Steinrötel. Einige Arten sind endemisch oder anderswo in Rumänien selten.

An Sträuchern wachsen unter anderem Heidelbeere, Preiselbeere, Himbeere, Hunds-Rose und Alpen-Wacholder.

Wandern

Das Massiv ist ein beliebtes Wanderziel. Sieben Hauptwege sind für Wanderer und Touristen markiert. Für den Besuch des Parks sind Eintrittsgebühren zu zahlen, bei Verstößen gegen die Parkregeln drohen Bußgelder.

Die Wege führen von Durău und Izvorul Muntelui zum Plateau mit den Gipfeln Toaca und Ocolașul Mare. Park und Wege werden von Rangern und dem Bergrettungsdienst Salvamont betreut.

Schutzhäuser gibt es bei Izvorul Muntelui (auf 757 m, Ausgangspunkt der Südroute), bei Fântânele (1.220 m) und am Dochia (1.750 m) nahe dem Toaca. Zelten ist nur an wenigen ausgewiesenen Stellen erlaubt.

Was man erleben kann

  • ToacaMit 1.904 Metern einer der beiden wichtigsten Gipfel des Massivs und mit dem Dochia-Schutzhaus nahe dem Gipfel.
  • Ocolașul MareDer mit 1.907 Metern höchste Punkt des Ceahlău-Massivs.
  • Dochia und Piatra LăcrimatăZwei der namhaften Felsformationen des Parks.
  • DurăuAusgangspunkt im Norden für Wanderungen auf das Massiv, mit Skipisten am Ort.
  • DuruitoareaDer Wasserfall zählt zu den bekannten Sehenswürdigkeiten des Massivs.