Rumänien

Rodna-Gebirge-Nationalpark

Parcul Național Munții Rodnei

Der höchste Gipfel der Ostkarpaten, Gletscherseen, Karstquellen und einer der größten Nationalparks Rumäniens.

Region
Siebenbürgen
Kreis
Kreise Bistrița-Năsăud, Maramureș und Suceava
Schutzstatus
Nationalpark seit 1990 (heutige Form 2000), Biosphärenreservat seit 1979
Fläche
46.399 ha
Höchster Punkt
Pietrosul Rodnei, 2.303 m
Gebirge
Rodna-Gebirge (Ostkarpaten)
Gletscherseen
28
Koordinaten
47,54° N · 24,73° O
Nagy pietrosz
Foto: Diószegi Zoltán · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Das Rodna-Gebirge liegt im Norden Rumäniens und gehört zu den Inneren Ostkarpaten. Sein höchster Gipfel, der Pietrosul Rodnei mit 2.303 Metern, ist zugleich der höchste Punkt der gesamten Ostkarpaten. Der Hauptkamm bildet die natürliche Grenze zwischen den Kreisen Bistrița-Năsăud und Maramureș.

Der Nationalpark umfasst rund 46.400 Hektar und gehört zu den größten des Landes. Schon 1932 wurde das Reservat Pietrosul Mare zunächst auf 182 Hektar unter Schutz gestellt, später auf 3.300 Hektar erweitert. 1979 erhielt das Schutzgebiet den Status eines UNESCO-Biosphärenreservats. In heutiger Form besteht der Park seit dem Jahr 2000.

Landschaft

Das Gebirge ist ein Horst aus kristallinem Schiefer, an seinem südlichen Rand treten vulkanische Gesteine aus dem Neogen auf. Von allen Ostkarpaten sind hier die Spuren der eiszeitlichen Gletscher am besten erhalten: Im Nordhang liegen mehrere Kare, im Süden das Lala-Tal mit einer der schönsten Moränen der Karpaten.

Das Gebirge hat 28 Gletscherseen in Höhen zwischen 1.800 und 1.950 Metern. Zu den bekanntesten zählen der Buhăiescu-See, der Iezer-See, der Lala-See und der Știolu-See. Dazu kommen Wasserfälle und Mofetten.

Karst und Höhlen

Im Kalkstein des Südteils sind insgesamt 72 Höhlen bekannt. Die wichtigsten davon sind die Iza-Blauquelle, die Baia lui Schneider und die Cobășel-Höhle.

Der Park hat vier streng geschützte Zonen: Pietrosul Mare, Ineu-Lala, Bila-Lala und die Bătrâna-Quelle. Die wissenschaftlichen Naturreservate Pietrosu Mare und Piatra Rea liegen im Norden des Parks.

Die Reservate im Park haben unterschiedliche Größen: Pietrosu Mare 3.300 Hektar, Ineu-Lala 2.568 Hektar, Piatra Rea 409 Hektar und Bila-Lala 325 Hektar.

Wandern

Zugänge liegen unter anderem bei Borșa und Prislop im Norden sowie bei Romuli und Șanț im Süden. Der Pietrosul Rodnei und die Gletscherseen sind die Hauptziele. Die Strecken sind lang, das Gebirge ist abgelegen; Wetterumschwünge sind in der Höhe üblich.

Mit dem Auto erreicht man Prislop, Borșa und Moisei über die DN18, Romuli und Săcel über die DN17C und Șanț über die DN17D. Die Parkverwaltung wurde 2004 gegründet und untersteht der staatlichen Forstverwaltung Romsilva.

Was man erleben kann

  • Pietrosul RodneiMit 2.303 Metern der höchste Gipfel der Ostkarpaten.
  • Gletscherseen28 Seen auf 1.800 bis 1.950 Metern, darunter Buhăiescu, Iezer, Lala und Știolu.
  • Höhlen72 Höhlen im Kalkstein des Südteils, darunter die Cobășel-Höhle.
  • Reservat Pietrosul MareSeit 1932 geschützt, heute mit 3.300 Hektar ein wissenschaftliches Reservat im Norden des Parks.