Rumänien

Burg Corvin

Castelul Corvinilor · Burg Hunedoara · Eisenmarkt · Vajdahunyad

Gotisch-renaissancistische Felsenburg der Familie Hunyadi in Hunedoara.

Region
Siebenbürgen
Kreis
Kreis Hunedoara
Umbau zur Stammburg
nach 1440 durch Johann Hunyadi
Erweiterung
nach 1458 unter Matthias Corvinus
Staatsbesitz seit
1918
Lage
Hunedoara (Eisenmarkt), Kreis Hunedoara
Koordinaten
45,75° N · 22,89° O
Hunedoara castle
Foto: Paszczur01 · CC BY-SA 3.0 ro · Wikimedia Commons

Die Burg Hunedoara, auch Corvin- oder Hunyadi-Burg und deutsch Burg Eisenmarkt, gehört zu den bedeutendsten Profanbauten Siebenbürgens. Sie steht auf einem Kalkfelsen im Südwesten der Stadt Hunedoara und wurde auf den Resten einer Wehranlage aus dem 14. Jahrhundert errichtet.

Die heutige Anlage mischt verschiedene Baustile. Seit 1918 ist sie rumänischer Staatsbesitz, heute befindet sich darin ein Museum, und sie dient gelegentlich als Filmkulisse.

Die Hunyadi

1409 verlieh König Sigismund von Luxemburg das Gebiet von Hunedoara samt Wehranlage dem Adligen Vojk (Voicu) Corbu. Johann Hunyadi, Statthalter und Feldherr des Königreichs Ungarn, ließ die Anlage nach 1440 zur Stammburg seiner Familie umbauen. Sein Sohn Matthias Corvinus erweiterte sie in einer zweiten Bauphase nach 1458. Anfang des 17. Jahrhunderts folgte unter Fürst Gábor Bethlen ein weiterer größerer Umbau: Damals entstanden ein Palast zur Stadtseite sowie der Weiße Turm und der Artillerieturm.

Namen

Die Burg ist unter vielen Namen bekannt: Schwarze Burg, Corvin-Burg, Corvinus-Burg, Vajdahunyad-Burg und Hunyadi-Burg. Die Namen spiegeln das Aussehen oder die Familien wider, denen sie gehörten. Ein Gemälde im Mantelflügel zeigt die Legende vom Raben, von dem sich der Name Corvinus herleiten soll. Touristen wird erzählt, hier sei Vlad der Pfähler von Hunyadi gefangen gehalten worden. Als Vorbild für Draculas Schloss wird die Burg gelegentlich genannt, obwohl Bram Stoker ihre Verbindung zu Vlad dem Pfähler nicht kannte.

Sehenswert

  • FelsenlageDie Burg erhebt sich auf einem Kalkfelsen am Rand der Stadt.
  • StilmischungGotische und Renaissance-Elemente stehen nebeneinander, dazu Umbauten des 17. Jahrhunderts.
  • MuseumDie Räume beherbergen heute ein Museum zur Geschichte der Burg.
  • Rittersaal und ReichstagssaalDie rechteckigen, marmorgeschmückten Säle dienten für Feste und für feierliche Empfänge.