Der Nationalpark erstreckt sich über 36.214 Hektar im Semenic- und im Anina-Gebirge im Südwesten Rumäniens. Er verbindet Waldlandschaft mit Karst: Schluchten, Quellgebiete und Höhlen prägen das Gelände.
Zu den Besonderheiten zählt ein rund 300 Jahre alter Buchenwald, der als einziger Buchen-Bannwald Europas bezeichnet wird. Der Park wurde per Gesetz im Jahr 2000 festgelegt und vereint mehrere schon früher geschützte Reservate.
Landschaft
Die Karasch-Klamm (Cheile Carașului) wurde bereits 1955 auf 800 Hektar zum Naturschutzgebiet erklärt. Sie gilt als eine der längsten und wildesten des Landes, mit nahezu senkrechten Kalksteinwänden, den sogenannten Kesseln an der oberen Karasch und Höhlen, die teils nur unter Wasser zugänglich sind.
Zum Park gehören außerdem die Karaschquellen, die Neraquellen, die Gârliștei-Klamm sowie die Waldreservate Groposu und Bârzavița. Rund 40 Prozent der Fläche sind Naturschutzgebiete; das größte davon ist das Reservat Neraquellen (Izvoarele Nerei) mit gut 5.000 Hektar, gefolgt von der Karasch-Klamm mit knapp 3.000 Hektar.
Höhlen und Geschichte
Zu den schönsten Höhlen der Region zählt die Tropfsteinhöhle von Comarnic mit Stalaktiten und Stalagmiten. Am rechten Ufer der Karasch, oberhalb der Klamm, liegt die mittelalterliche Burgruine Grat. Zum Schutzgebietsnetz gehören auch einzelne Höhlenreservate wie Comarnic und Popovăț. Im Park wurden 20 archäologische Fundorte entdeckt. Die Burg Grat stammt aus dem 13. Jahrhundert (um 1230 genannt).
1991 wurden mehrere Höhlen als Naturschutzgebiete ausgewiesen, darunter die Comarnic-Höhle (knapp 27 Hektar) und die Popovăț-Höhle (4,5 Hektar).
Tiere und Pflanzen
Über 1.200 Pflanzenarten stehen unter Schutz, darunter Orient-Weißbuche, Stechender Mäusedorn und Gold-Krokus. Es leben über 690 Tierarten im Park, darunter 29 wirbellose Arten, die nur in dieser Region vorkommen. Unter den Fischen sind Rhone-Streber, Bachforelle und Schleie zu nennen. Im Karst leben seltene Hundertfüßer wie Lithobius dacius und Schnecken, die als Endemiten des Balkans und des Banats gelten. Amphibien und Reptilien sind mit Feuersalamander, Gelbbauchunke, Smaragdeidechse, Hornotter und Äskulapnatter vertreten.
Was man erleben kann
- Karasch-KlammEine der längsten Schluchten des Landes, geschützt seit 1955.
- Tropfsteinhöhle von ComarnicEine der schönsten Höhlen der Region mit vielfältigen Tropfsteinen.
- Burgruine GratMittelalterliche Ruine über der Karasch-Klamm.
- Buchen-BannwaldEin etwa 300 Jahre alter Buchenwald im Park.





