Rumänien

Nera-Klamm–Beușnița-Nationalpark

Parcul Național Cheile Nerei–Beușnița

22 Kilometer Karstschlucht im Banater Gebirge, mit Höhlenseen, Wasserfällen und Buchenurwäldern.

Region
Banat
Kreis
Kreis Caraș-Severin
Schutzstatus
Nationalpark seit 1990 (heutige Fassung 2000), Teile UNESCO-Welterbe seit 2017
Höchster Punkt
Leordiș, 1.116 m
Gebirge
Anina-Gebirge (Banater Gebirge)
Schlucht
22 km, von Șopotul Nou bis Sasca Română
Welterbe-Teil
4.292 ha (Buchenurwälder)
Koordinaten
44,92° N · 21,80° O
Beușnița (Beu) valley 36
Foto: Marko.vl · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Der Nationalpark im Anina-Gebirge im Südwesten Rumäniens liegt im Kreis Caraș-Severin. Er besteht aus einer Karstlandschaft aus Kalkstein entlang des Neratals. Die Höhen reichen von 200 Metern bis zum Gipfel Leordiș mit 1.116 Metern.

Schon 1943 wurde Beușnița unter Schutz gestellt, 1973 folgte das Reservat der Nera-Klamm. Der Nationalpark besteht seit 1990, die heutige Ausdehnung wurde im Jahr 2000 per Gesetz festgelegt. 2017 wurden 4.292 Hektar als Teil der Buchenurwälder der Karpaten in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.

Landschaft

Die Nera entspringt im Semenic-Gebirge. Nach dem fruchtbaren Almăj-Tal zwängt sie sich in einer 22 Kilometer langen Schlucht durch den Banater Karst, die bei Șopotul Nou beginnt und bei Sasca Română endet. Die Windungen sind oft mäanderförmig, steile Kalkfelsen ragen am Ufer auf, darunter Cârșa Căprariului, Cracul Turburii, Cârșa Șoimului und Begul Mare. Am dichtesten stehen die Felswände im mittleren Abschnitt der Klamm.

Zum Park gehören viele Grotten und Höhlen, etwa Peștera Dubova, Peștera Voii, Peștera Rolului und Gaura Hicleană, und Strudelkessel bei La Coveți.

Seen und Wasserfälle

Im Karst liegen zwei Höhlenseen. Der Lacul Dracului, der Teufelssee, entstand durch den Einsturz einer Grotte und ist 35 Meter lang, 18 Meter breit und neun Meter tief. Der Ochiul Beiului, das Meerauge, misst 284 Quadratmeter und ist 3,6 Meter tief.

Die Beușnița-Wasserfälle gelten als einzigartig in Rumänien. Der Lacul Dracului wird nach bisheriger Annahme unterirdisch von der Nera gespeist.

Tiere und Pflanzen

Auf dem Gebiet wurden 1.086 Pflanzentaxa nachgewiesen, darunter Mittelmeerarten und nordeuropäische Arten. Zu sehen sind Gold-Krokus, Baum-Hasel, Manna-Esche, Eibe, Zerreiche sowie Orchideen wie Ziegen-Riemenzunge und Affen-Knabenkraut. Die Fauna umfasst 1.890 Wirbellosenarten und 124 Wirbeltierarten, unter ihnen Braunbär, Wolf, Luchs, Rothirsch und Fischotter. Zu den Vögeln zählen Steinadler, Schlangenadler, Uhu, Habichtskauz, Blauracke und Wiesenweihe, unter den Amphibien der Feuersalamander.

Das Klima ist gemäßigt kontinental mit mediterranem Einfluss. Unter den Fledermäusen sind Blasius-Hufeisennase und Kleines Mausohr zu nennen, unter den Pflanzen die Montane Schachblume (Fritillaria montana) und der Zwerg-Lerchensporn.

Was man erleben kann

  • Nera-Schlucht22 Kilometer lange Karstschlucht zwischen Șopotul Nou und Sasca Română.
  • Beușnița-WasserfälleWasserfälle, die als einzigartig in Rumänien gelten.
  • Lacul DraculuiDer Teufelssee, ein Höhlensee, der durch den Einsturz einer Grotte entstand.
  • Ochiul BeiuluiDas Meerauge, ein kleiner Karstsee.